Symposium Nationalsozialistisches Migrationsregime und ›Volksgemeinschaft‹
im Deutschen Historischen Museum in Berlin vom 19. bis zum 20. November 2010.
Verantwortlich für die Konzeption der Tagung war Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück.
Veranstaltet wurde sie vom Forschungskolleg »Nationalsozialistische ›Volksgemeinschaft‹? Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort«. Mitveranstalter war das Deutsche Historische Museum, Berlin.
Programm

- Zeughauskinosaal des DHM Berlin

- Auditorium
Freitag, 19. November 2010
9.00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Hans Ottomeyer, Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin
9.15 Uhr bis 10.15 Uhr
Einführende Perspektiven
Sonderfall NS-Migrationsregime? Der Wandel der Migrationsregime seit dem späten
19. Jahrhundert in Deutschland und Europa
Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Universität Osnabrück
Wanderungen im Deutschland der 1930er Jahre. Strukturmuster und Theoriewandel
Prof. Steve Hochstadt, Ph.D., Illinois College, Jacksonville
10.15 bis 10.45 Kaffeepause
10.45 Uhr bis 13.00 Uhr
Exklusion und Inklusion
Fremde und Zugehörige in der NS-›Volksgemeinschaft‹
Prof. Dr. Michael Wildt, Humboldt-Universität zu Berlin
Anti-jüdische Politik und Migration
Prof. Dr. Joachim Schlör, University of Southampton
›Fremdvölkische‹ vor Gericht
Christine Schoenmakers, M.A, Universität Oldenburg
Moderation und Kommentar: Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer, Universität Münster
13.00 Uhr bis 14.15 Uhr Mittagspause
14.15 Uhr bis 16.30 Uhr
Aufrüstung, ökonomischer Wandel und Migration
›Landflucht‹, Agrarsystem und Moderne: Deutschland 1933–1939
Priv.Doz. Dr. Ernst Langthaler, Universität Wien
Migration und NS-Großbaustellen
Dr. Lars Amenda, Universität Osnabrück
Urbane Räume und die Folgen von Migration – Wilhelmshaven als Beispiel
Gunnar Zamzow, M.A., Universität Oldenburg
Moderation und Kommentar: Prof. Chris Szejnmann, Ph.D., Loughborough University
16.30 bis 17.00 Uhr Kaffeepause
17.00 Uhr bis 19.15 Uhr
Raumpolitik und Migration
Die Zuwanderung in die mitteldeutschen Industriezentren 1933–1939 und die Aufgaben
der Landesplanung in den Gauen Magdeburg-Anhalt und Halle-Merseburg
Dr. Oliver Werner, Universität Jena
Planung und Durchführung der ›Freimachungen‹ an der westlichen Reichsgrenze 1939/40
Armin Nolzen, M.A., Ruhr-Universität Bochum
NS-Raumpolitik, Migrationsverhältnisse und ›Volksgemeinschaft‹
Dr. Michael Wedekind, Universität Münster
Moderation und Kommentar: Dr. Martina Steber, Deutsches Historisches Institut London
Samstag, 20. November 2010
9.00 Uhr bis 11.15 Uhr
Rekrutierung von Arbeitskräften im Ausland
Anwerbeverträge als Instrument nationalsozialistischer Migrationssteuerung
Priv.Doz. Dr. Christoph Rass, RWTH Aachen
Die migratorische Achse: Rekrutierung italienischer Arbeitskräfte
Dr. Roberto Sala, Universität Erfurt
Forcierung von Rückwanderung: deutsche Dienstmädchen in den Niederlanden
und die NS-Migrationspolitik
Prof. Dr. Barbara Henkes, Universiteit Groningen
Moderation und Kommentar: Dr. Bernhard Gotto, Institut für Zeitgeschichte, München
11.15 bis 11.45 Uhr Kaffeepause
11.45 bis 13.00 Uhr
Führung durch die DHM-Ausstellung ›Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Verbrechen‹
Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer, Universität Münster; Treffpunkt: Am Ausstellungseingang, Pei-Bau
13.00 bis 14.15 Uhr Mittagspause
14.15 bis 15.30 Uhr
Schluss: Krieg und migrationspolitische Radikalisierung
Kriegswirtschaft und der Übergang zur Zwangsarbeit
Priv.Doz. Dr. Mark Spoerer, Deutsches Historisches Institut Paris
Abschlussdiskussion. Einführung und Moderation: Priv.Doz. Dr. Thomas Schaarschmidt, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam



