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Matthias Mahlke, M. A.

Email: matthias.mahlke@web.de

Leibniz Universität Hannover

Historisches Seminar

Im Moore 11 a

30167 Hannover

Tel.: +49 (0511) – 17662 oder (0511) 8986292

"Jugendgemeinschaft" und "Volksgemeinschaft"

Betreuer: Prof. Dr. Detlef Schmiechen-Ackermann, Leibniz Universität Hannover

Kurzbiographie

2004-2009

Studium im fächerübergreifenden Bachelor, Geschichte und Politik an der Leibniz Universität Hannover

2009-2011

Studium im Fachmaster Geschichte an der Leibniz Universität Hannover

3/2010-3/2011

wissenschaftliche Hilfskraft im Forschungsprojekt "Die innerdeutsche Grenze als Realität, Narrativ und Element der Erinnerungskultur" (Leibniz Universität Hannover/Historisches Museum Hannover)

3/2009-3/2011

wissenschaftliche Hilfskraft im Niedersächsischen Forschungskolleg "Nationalsozialistische 'Volksgemeinschaft?' Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort"

seit 4/2011

Erarbeitung eines Stipendienantrages zur Förderung einer Promotionsstelle im Rahmen des Forschungskollegs mit dem Titel "Jugendgemeinschaft" und "Volksgemeinschaft"

Kurzbeschreibung des Forschungsprojekts

Für das nationalsozialistische Regime stellte die Jugend einen der wesentlichen Eckpfeiler zur Stabilisierung und zum Fortbestand des Dritten Reiches dar, weshalb direkt nach der Machtübernahme von Seiten der HJ-Führerschaft ausnahmslos und unablässig der Totalitätsanspruch der HJ proklamiert wurde, um die Jugendlichen zu „guten Volksgenossen“ zu erziehen. Dieser Anspruch lief konträr zu den Vorstellungen anderer Jugendorganisationen, etwa aus dem kirchlichen oder bündischen Milieu. Zwar sympathisierte der Großteil dieser Organisationen mit dem neuen Regime und rechnete sich im Zuge der Machtübernahme gar Chancen aus, ihre Tätigkeit im größeren Umfang als bisher fortzuführen. Doch spätestens mit der schrittweisen Eingliederung der Jugendorganisationen in die HJ stellten sich diese Erwartungen als Illusion dar.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Analyse der Verbindungen und Beziehungen zwischen evangelischer Jugend und dem Nationalsozialismus. Dabei geht sie mehreren Fragestellungen nach, die sich zu folgenden Thesen zusammen fassen lassen:

1.) Es ist davon auszugehen, dass es eine generelle Nähe zwischen deutschem Protestantismus und dem Nationalsozialismus gegeben hat.

2.) Welche konkreten Verhaltensweisen lassen sich bei den Funktionsträgern der evangelischen Jugendorganisationen im Hinblick auf die Eingliederung in die HJ vor Ort erkennen?

3.) Wird in diesem Zusammenhang mit dem Begriff der „Volksgemeinschaft“ und der „Jugendgemeinschaft“ argumentiert? Welche typologischen Analogien lassen sich gegenüber der Eingliederung anderer Jugendorganisationen in die HJ erkennen?

4.) Welche Rolle spielten das Aufgreifen prinzipiell bündischer Vergemeinschaftungsmodi wie etwa Fahrt und Lager oder Heimabende durch nationalsozialistische Jugendorganisationen?

Frühjahrstagung 2012

Vom 23. - 25. Februar 2012 fand in Oldenburg die Tagung „‚Volksgemeinschaft‘ vor Ort? Neue Forschungen zur sozialen Praxis im Nationalsozialismus'' statt. Nähere Informationen und Eindrücke finden Sie hier.

Der soeben bei HSozKult erschienene Bericht resümiert die Ergebnisse der Tagung. 

Tagungsbericht

Einen Bericht über die Tagung "Formen informeller Kooperation in der Herrschaftspraxis des nationalsozialistischen Deutschland auf der mittleren und lokalen Ebene" im ZZF Potsdam finden Sie auf H-Soz-Kult und als PDF hier.

2. Newsletter des Niedersächsischen Forschungskollegs

Der Newsletter des Niedersächsischen Forschungskollegs "Nationalsozialistische 'Volksgemeinschaft'?" ist erschienen. Sie können ihn hier herunterladen.

Beteiligte Universitäten

  

  • Logo Georg-August-Universität Göttingen
  • Logo Leibniz Universität Hannover
  • Logo Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Logo Universität Osnabrück

Förderung

Gefördert aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, Land Niedersachsen.

Letzte Änderung: 28.03.2012
 
Verantwortlich Web-Admin